The Mother Nature Blog

 

 

Weihnachten, das Fest der Liebe — und der Nachhaltigkeit?


 

Weihnachten steht endlich vor der Tür! Dazu gehören viel gutes Essen, ein Tannenbaum und Geschenke. Soweit, so gut, aber wie steht es um die Klimawirkung von Weihnachten?

 

 

 

Oh — natürlicher oder künstlicher — Tannenbaum

 

Eine Studie des Stockholm Environment Institutes hat die größten Quellen von CO2e-Emissionen zu Weihnachten in Großbritannien untersucht. Bei einem typischen Weihnachtsfest fallen demnach 26 kg CO2e pro Person für Essen, 96 kg CO2e für Autofahrten, 218 kg CO2e für Weihnachtsbeleuchtung und 310 kg CO2e für Geschenke an.

 

Auch Tannenbäume verursachen Emissionen, auch wenn diese im Vergleich zu den Gesamtemissionen nur einen kleinen Teil ausmachen. Gleichzeitig sind sie aber ein fester Bestandteil unseres Weihnachtsfestes. In Deutschland werden jährlich 30 Millionen Tannenbäume für Weihnachten in die Wohnungen geholt. Das bedeutet, dass im Durchschnitt in 3 von 4 Haushalten ein Weihnachtsbaum steht. Deshalb haben wir uns die Klimabilanz ein wenig genauer angeschaut.

 

Neben den herkömmlichen natürlichen Tannenbäumen stellen manche auch künstliche Tannenbäume bei sich zuhause auf. In Bezug auf Nachhaltigkeit stellt sich daher die Frage: Was ist besser für die Umwelt, der natürliche oder der künstliche Weihnachtsbaum?

Auf der einen Seite ist Plastik – aus dem die meisten künstlichen Bäume bestehen – nicht gut für die Umwelt. Andererseits werden echte Bäume aus dem Wald oder der Baumschule gefällt. Und das gibt uns auch kein ganz gutes Gefühl.

 

Amerikanische Forscher haben die Klimawirkung von den in den USA am häufigsten verkauften echten und künstlichen Weihnachtsbäumen verglichen und herausgefunden, dass der Fußabdruck hauptsächlich von der Weiterverwendung oder Entsorgung nach dem Fest und dem Transport des Baumes abhängt.

 

Ein künstlicher Baum ist für ca. 19 kg CO2e verantwortlich, kann aber theoretisch über viele Jahre wiederverwendet werden. Beim echten Baum reicht die Spannweite von -3 kg CO2e bis 5 kg CO2e, je nach Entsorgung oder Weiterverwendung des Baums. Ein natürlicher Baum kann demnach sogar eine positive Klimabilanz aufweisen, solange der Baum am Ende des Weihnachtsfests nicht verbrannt, sondern deponiert wird, da er in seiner Lebenszeit CO2e bindet. Die Entsorgung in Deutschland ist je nach Kommune unterschiedlich und Sache der Müllabfuhr. Wenn du dich für einen natürlichen Baum entscheidest, hilft es, wenn der Baum möglichst aus deiner Nähe kommt und du ihn nur über eine kurze Strecke nachhause bringen musst. So vermeidest du Emissionen beim Transport. Bei einem künstlichen Baum ist es am besten, diesen viele Jahre – aber mindestens vier Jahre – wiederzuverwenden.

 

Egal für welchen Baum du dich entscheidest, er macht auf jeden Fall – wie schon erwähnt – nur einen Teil deines Weihnachts-Fußabdrucks aus. Damit du diese Weihnachten noch ein wenig nachhaltiger gestalten und dabei Weihnachten trotzdem maximal auskosten kannst, haben wir ein paar Tipps für dich zusammengestellt:

 

 

Tipp 1 – Wie wär‘s mit einem vegetarischen Weihnachtsmenü?

 

Probiere doch einmal ein vegetarisches Weihnachtsmenü. Der israelische Koch Yotam Ottolenghi hat viele leckere Rezepte, die du wunderbar im Vorhinein zubereiten kannst um es stressfrei zu Heiligabend zu genießen. Zum Beispiel diese Quiche mit Kürbis, Membrillo (Quittenbrot) und Stilton-Käse.

 

 

 

Tipp 2 – Kompensiere deine Reise

 

Falls du weite Reisen per Flugzeug oder Auto vor dir hast, kannst du deine Emissionen (z.B bei uns in der MONApp bei zertifizierten Projekten) kompensieren! Nur noch etwas Geduld - schon bald stehen wir zum Download für dich bereit.

 

 

 

Tipp 3 – Verschenke nachhaltige Geschenke

 

Verschenke nachhaltige Geschenke anstatt kurzfristiger Konsumgüter (die man eventuell später eh wieder umtauscht) wie zum Beispiel ein Erlebnis, eine Spende im Namen deiner beschenkten Person oder etwas Selbstgemachtes. Verpacke deine Geschenke in alten Zeitungen oder wiederverwendbaren Behältern wie Einmachgläser um unnötigen Verpackungsmüll zu vermeiden und deine Geschenke noch persönlicher zu gestalten. Hier findest du noch weitere tolle Tipps für nachhaltige und kreative Geschenkverpackungen. 

 

 

Wir wünschen dir ein besinnliches und nachhaltiges Weihnachtsfest!

 

 

Hast du auch Tipps, wie man Weihnachten noch nachhaltiger feiern kann?

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Ein nachhaltiger Tag im Spätherbst 


Die Tage sind kürzer und es wird ordentlich kalt da draußen. Jetzt kannst du dir Zeit für dich nehmen und versuchen, die Entschleunigung zu genießen. Hier sind ein paar Tipps, wie wir versuchen, uns die Tage schöner zu machen: 

 

 

 

Tipp 1 Schwing dich auf's Fahrrad

 

Eine Fahrradtour bringt nicht nur in Schwung - und eventuell, wenn es dir wie uns in den letzten Wochen geht, vor die Haustür - sondern versorgt dich, wenn die Sonne scheint, mit etwas Vitamin D. Und wenn die Sonne nicht scheint, versuchen wir trotzig getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“ zu handeln und versuchen uns trotzdem auf den Weg zu machen. Du kannst die Radtour auch direkt dafür nutzen, Lebensmittel für das Abendessen einzukaufen, vielleicht sogar auf einem lokalen Markt. So sparst du direkt die CO2-Emissionen von einer Autofahrt zum Supermarkt - die oft einen beträchtlichen Anteil des CO2-Fußabdrucks von Lebensmitteln hat.
Zusatzidee: Wenn du auch in einer Bücherei vorbeifährst und dir für den Abend ein gutes Buch ausleihst, anstatt es neu zu kaufen, sparst du weitere ca. 1 kg CO2 Emissionen ein. 

 

 

 

Tipp 2 Koche eine leckere Apfel-Kürbis-Suppe 

 

Die Hauptzutaten für die Apfel-Kürbis-Suppe kannst du alle aus deiner Region bekommen und passenderweise haben diese derzeit noch Saison. Dadurch verursacht dieses Rezept für vier Personen nur 0,08 kg CO2e pro Portion! Zum Vergleich: Eine gute Portion Rindergulasch schlägt dagegen mit ungefähr 2,6 kg CO2e zu Buche.

 

Zutaten:

 

Kürbisfleisch                                    600g

Äpfel                                                 2

Zwiebeln                                          1

Margarine                                         3 EL

Geriebener Ingwer                          1 EL

Gemüsebrühe                                  1 l

Brauner Zucker                                1 EL

Zimt                                                  1 TL

Piment                                              1 Msp.

 

 

 

Zubereitung:

 

1. Kürbisfleisch in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Äpfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Einen Apfel grob würfeln, den anderen in Spalten schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln.

 

MONApp’s Tipp: Kürbis hat noch Saison und hat damit als regionales und saisonales Gemüse einen guten CO2-Fußabdruck. Genauso gibt es noch Apfel-Freilandware, das derzeit noch Saison hat.

 

 

2. 2 EL Margarine in einem Topf erhitzen, Kürbis-, Apfel- und Zwiebelwürfel und Ingwer darin ca. 5 Minuten dünsten. Brühe dazugeben, aufkochen und ca. 20 Minuten köcheln, bis der Kürbis weich ist. Die Suppe fein pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

MONApp’s Tipp: Margarine schneidet beim CO2-Fußabdruck weitaus besser ab als Butter.

 

 

3. Zucker mit Zimt und Piment mischen, restliche Margarine in einer Pfanne erhitzen, Apfelspalten darin anbraten, mit der Zuckermischung bestreuen und kurz karamellisieren lassen. Zusammen mit der Suppe servieren.

 

MONApp’s Tipp: Bei Zucker darauf achten, dass er aus heimischen Zuckerrüben gemacht ist. Oft sind Süßungsalternativen zwar gesünder, haben aber durch den Transport aus Übersee einen großen CO2-Fußabdruck.

 

 

Guten Appetit!

 

Tipp 3 – Mache eine Gesichtsmaske selbst

(nicht eine Corona-Maske, sondern eine Pflege-Maske)

 

Zum Ausklingen des Tages kannst du dir noch deine eigene Gesichtsmaske herstellen. Ganz ohne Verpackungsmüll und für nur 0,05 kg CO2e! Du kannst beim Kochen 1-2 EL gekochten Kürbis bei der Zubereitung der Suppe abzweigen und gemeinsam mit einem Viertel einer Salatgurke pürieren. Kürbisse enthalten in ihrem Fleisch viele Vitamine und Fruchtsäure, welche gut für die Reinigung der Haut sind. Wer möchte, kann auch noch einen TL (veganen) Joghurt oder Olivenöl dazumischen (die allerdings mit mehr CO2e — ca. 0,1 kg — ins Gewicht fallen). Trag die Maske auf und mach es dir (mit dem ausgeliehenen Buch) gemütlich. 

 

 

Wir wünschen dir einen entspannten Tag!